Im Jahre 1815 eröffnete der Buchdrucker und Journalist Joseph Klapka in prominenter Lage
nahe dem Domplatz die erste Leihbibliothek der Habsburger Monarchie mit einem Lesesaal
mit einem Bestand von 4.000 Bänden. Hier waren erstmals Bücher in verschiedenen
Sprachen öffentlich zugänglich: Es gab mehrere lateinische, einige französische und drei
ungarische Bücher, alle anderen waren in deutscher Sprache verfasst.
Klapka förderte außerdem das deutsche Stadttheater und verlegte mehrere Zeitungen. Sein
Ansehen und seine Bedeutung in der Stadt waren so groß, dass er von 1819 bis 1833 das
Amt des Bürgermeisters bekleidete und anschließend als Abgeordneter in den ungarischen
Reichstag zog.
Heute beherbergt das geschichtsträchtige Haus das Amt für Kultur und Denkmalpflege des
Kreises Temesch und eine Kunstgalerie.